Sonntag, 31. Januar 2016

Jörg Radek: "Rechtsextreme Straftäter müssen geächtet werden"


"Der Rechtsstaat darf hier nicht zurückweichen. Die radikalen Einsparungen bei den Sicherheitskräften dürfen nicht dazu führen, dass wir einen Kniefall vor dem Mob machen. Wenn solche Veranstaltungen in Deutschland nicht mehr durchgeführt werden könnten, wäre das eine verheerende Botschaft. Die deutsche Verwaltung ist dem Grundgesetz verpflichtet. Das gilt auch für die Landratsämter in Sachsen. Die Dynamik in Heidenau und die Eskalation war nicht vorhersehbar. Das waren vorbereitete und gut organisierte Angriffe. Der Schutz der Flüchtlinge im Heim stand im Vordergrund. Nur so ist es zu erklären, dass es nicht mehr Festnahmen gegeben hat. Diese Welle von rechtsextremer Gewalt ist erschreckend und nicht nur mit polizeilichen Mitteln zu bewältigen. Wir brauchen ein gesellschaftliches Signal. Rechtsextreme Straftäter müssen geächtet werden."

Jörg Radek, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei

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